
Janine Kunze: Ein Leben zwischen Köln und den Balearen
Die Schauspielerin und Unternehmerin denkt darüber nach, künftig mehr Zeit auf Ibiza zu verbringen. Ein Blick auf Familienpläne, berufliche Projekte und das, was die Inseln für den Alltag bieten.
Janine Kunze: Ein Leben zwischen Köln und den Balearen
Janine Kunze: Ein Leben zwischen Köln und den Balearen
Warum die Inseln mehr sind als nur Urlaub für die 51‑Jährige
Es gibt Menschen, die bleiben bei ihren Ferienerinnerungen. Andere packen Koffer und Pläne und machen daraus einen neuen Rhythmus. Die Schauspielerin Janine Kunze gehört inzwischen zu den Letzteren: Die Balearen ziehen sie an, die Familie spielt mit dem Gedanken, einen Teil des Lebens nach Ibiza zu verlegen.
Wer an einem milden Vormittag über den Passeig Marítim in Palma geht, hört Möwengeschrei, das Klappern von Cafétassen und gelegentlich das entfernte Hupen einer Fähre. Solche Alltagsbilder sind es, die viele hier schätzen: das gemächliche Tempo, die kurzen Wege zum Meer, die Möglichkeit, an einem Nachmittag Boot und Pool zu verbinden. Genau das beschreibt auch Kunze als eine der Zutaten, die das Leben dort so reizvoll machen.
Die Bande der Familie zu den Inseln reichen einige Jahre zurück. Schon aus früheren Beziehungen und später mit ihrem Ehemann gab es regelmäßig Aufenthalte auf Mallorca und auf Ibiza; die Familie besitzt ein freistehendes Haus auf Ibiza, das inzwischen ein fester Rückzugsort geworden ist. Dass Kinder irgendwann fragen: „Warum ziehen wir nicht einfach hierhin?“ ist ein Szenario, das Kunze inzwischen offen in Erwägung zieht.
Ein Umzug ist kein spontaner Entschluss, wenn Minderjährige im Schulalter und junge Erwachsene mit Studium eine Rolle spielen. Die Familie prüft aktuell, wie Bildungswege, Alltag und berufliche Verpflichtungen kombiniert werden könnten. Gut erreichbar bleibt die Insel durch regelmäßige Flugverbindungen nach Deutschland – ein wichtiger Punkt für Verwandtebesuche und berufliche Termine.
Neben dem Familiengedanken ist da noch das berufliche Leben: Kunze bleibt Schauspielerin, Moderatorin und Autorin. Ein neues Buch ist in Arbeit, diesmal für Eltern und Kinder. Parallel dazu hat sie ein kleines Unternehmen gegründet: Jikoaii verkauft Nahrungsergänzungen wie Kollagenpulver und Vitamintabletten. Das Start‑up beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter und wurde kürzlich mit dem Wirtschaftspreis „Innovator des Jahres“ ausgezeichnet.
Dass aus einer bekannten Fernsehperson eine Gründerin wird, ist nicht ungewöhnlich, aber bemerkenswert bleibt die Bandbreite: früherer Beruf, kreative Arbeit, neues Wirtschaftsfeld. Bevor die Bühne kam, hat Kunze sieben Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Diese Erfahrung spukt nicht nur in persönlichen Erinnerungen herum; sie formt auch Haltung und Respekt gegenüber Pflegeberufen, die sie öffentlich betont.
Ein weiteres offenes Kapitel ist die Auseinandersetzung mit den Wechseljahren: Kunze spricht ehrlich über heftige Anfänge und darüber, wie ärztliche Begleitung und eine individuell abgestimmte Hormontherapie geholfen haben, wieder in einen ruhigeren Alltag zu finden. Diese Offenheit bringt eine Nähe zu vielen Frauen und Familien, die ähnliche Phasen durchlaufen.
Für Mallorca und Ibiza bringt eine prominente Person, die sich länger niederlässt, mehr als nur Schlagzeilen: Neue Bewohner bedeuten Nachfrage nach Wohnungen, nach lokalen Dienstleistungen, nach Schulen und Freizeitangeboten. Gleichzeitig entsteht Austausch: Kulinarische Vorlieben, kulturelle Projekte, Nachmittage auf kleinen Häfen wie Port d'Andratx oder stille Spaziergänge im Inselinneren sorgen für Vernetzung zwischen Zugezogenen und Einheimischen.
Die Inseln profitieren, wenn Neuankömmlinge sich einbringen statt sich zurückzuziehen. Das kann in Form von Investitionen, kleinen Firmen oder kulturellen Initiativen passieren. Auch wer als öffentliche Person hier lebt, kann Themen wie Gesundheit, Familienarbeit und Unternehmertum sichtbarer machen — Themen, die zur Alltagspalette Mallorcas gehören.
Wie wird das Kapitel weitergehen? Es bleibt offen, ob es zu einer festen Auswanderung kommt oder zu einem rhythmischeren Pendeln zwischen Köln und Ibiza. Die Entscheidung wird sich an praktischen Fragen festmachen: Schulwege, Firma, Drehtermine. Sicher ist nur: Die Idee hat Gewicht, und sie klingt nicht nach kurzer Laune.
Für Menschen, die hier leben, heißt das: Mitdenken statt wegschauen. Wer Platz schafft, Schulen stärkt und Angebote für Familien belebt, macht es leichter für die, die wirklich bleiben wollen. Und für alle, die gelegentlich auf die Insel kommen, bleibt die Einladung bestehen: Vormittags an der Promenade einen Kaffee trinken, nachmittags aufs Boot steigen, abends die Glocken hören und spüren, dass das Leben hier ein anderes Tempo hat — und manchmal genau deshalb neue Wege möglich macht.
Kurzer Blick: Schauspielerin, Unternehmerin, Autorin und ehemalige Krankenschwester — Janine Kunze denkt über einen größeren Anteil ihres Lebens auf den Balearen nach. Familienentscheidungen, Arbeitsprojekte und persönliche Erfahrungen fließen in diesen Wunsch ein. Für Mallorca und Ibiza bedeutet das potenziell neue Impulse, wenn Integration und Austausch gelingen.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
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